Kommentar in der ZEIT:
Was ich immer wieder in Artikeln über Atomkraftwerke vermisse, ist der Hinweis auf das nach wie vor ungelöste Problem der Atommüll „Entsorgung“, die unsere Nachfahren noch eine Ewigkeit belasten wird.
Insofern ist da nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine ethisch - moralische Fragestellung, die sich meines Erachtens von selbst beantwortet – denn sinnbildlich gesprochen bauen wir wider besseres Wissen immer noch Häuser ohne Abfluss mit den entsprechenden verheerenden Folgen.
Ein absolut sicheres Endlager für sagen wir bis zu 1 Million Jahre wird es wegen der Plattentektonik, Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder wegen Kometeneinschlägen nie geben.
Hätte das damals mit der Wiederaufbereitung im Sinne einer Kreislaufwirtschaft (bestes Beispiel dafür - der Totalausfall „Super Phoenix“ in Frankreich) funktioniert, dann…?!
Ergänzend die Feststellung, dass die zivile Gesellschaft immer von stabilen Verhältnissen ausgeht, aber ein Blick in die jüngste Vergangenheit zeigt, dass es die Menschheit nicht mal über eine Generation schafft ohne kriegerische Auseinandersetzungen. Das beste Beispiel ist doch die Ukraine, mitten in Europa und beinahe wäre es beim Überfall auf Europas größtes AKW Saporischschja wieder zur Katastrophe mit globaler Auswirkung gekommen. Wie blind müssen wir Menschen sein, diese Gefahren immer und immer wieder zu leugnen.
Ernie62, Dipl. Ing., ehemals Verfasser einer Diplomarbeit über erneuerbare Energien…
Quelle: https://www.zeit.de/2026/13/atomausstieg-kernenergie-kristina-schroeder-volker-quaschning